Altkleider in die Sammlung 

– ein gutes Werk oder nur Müllentsorgung?  

Wissen Sie,  

  daß wir Deutschen weltweit den höchsten Verbrauch an Textilien haben, und zwar kaufen wir im Jahr ca. 26 kg pro Person?
  daß gesammelte Altkleider nicht an Bedürftige verteilt, sondern auf Altkleidermärkten verkauft werden an Menschen, die sich dies leisten können?
  daß karitative Organisationen gegen ein geringes Entgeld für Sammlungen bzw. für den Altkleider-Container ihren Namen meist nur als Werbung hergeben und sonst nichts mit der gesammelten Ware zu tun haben?
  daß europäische Altkleider in afrikanischen Ländern billiger sind als einheimisch produzierte Kleidung und dadurch die ansässige Textilindustrie zerstört wird?
  daß Sie mit Ihren Altkleidern kommerziellen Händlern zu einem guten Geschäft verhelfen, nämlich zu 1.000 bis 10.000 DM pro Tonne Altkleider?

So betrachtet, ist also unsere abgelegte Kleidung

  - keine gute Gabe an Bedürftige,

  - aber auch kein Müll!  

Was können wir tun?  

Versuchen Sie, Ihren Kleiderkonsum zu reduzieren und die Kleidung länger zu tragen.
Achten Sie auf umweltschonende Produktion, und kaufen Sie sortenreine Ware. Sie läßt sich leichter entsorgen. Wenige qualitativ hochwertige Stücke kommen vielfach billiger als ein ganzer Schrank voller billiger Klamotten.
Tauschbörsen. Was bei Kinderkleidung seit langem erfolgreich läuft, könnte doch auch bei Jugendlichen und Erwachsenen funktionieren.
Humanitäre Initiativen sammeln gezielt während des ganzen Jahres, Termine und Orte werden in der Presse veröffentlicht.
Second-Hand-Schnäppchen bringen Abwechslung in die Garderobe.
Gebrauchtkleider in Kleiderkammern abgeben.  
Am besten Kleider nur in Kleidersammlungen / Container geben, die nach den Fair-Wertungs-Richtlinien sammeln und weitergeben. Diese Organisationen sind gemeinnützig und berücksichtigen bei der Verteilung, ob und wo Kleiderexporte in den Zielgebieten der „Dritten Welt“ Schäden anrichten können.  
Die Kommunen sind berechtigt, Altkleiderverwertern, die sich Fair-Wertung angeschlossen haben, eine Genehmigung zur Aufstellung von Containern zu erteilen!

Wohin damit im Landkreis FFB?

Kleiderkammern:
dienen der Direktabgabe an Bedürftige. Deshalb: kein Müll, keine verschmutzte oder beschädigte Kleidung!

Caritas Zentrum
FFB, Hauptstr. 11: Erwachsenen- und Kinderkleidung, Tisch- und Bettwäsche, Vorhänge, kleine Hausratsgegenstände. Information: 08141/320718
Rotes Kreuz
FFB, Dachauer Str. 35
Öffnungszeiten für Annahme und Ausgabe: Di + Do 14 – 16 Uhr

Tausch und Verkauf:  

 Frauenunion Gröbenzell
März und September:  Kinderkleidung
März und Oktober:   Zwillingsflohmarkt
Januar:      Kommunionkleidung
Information: Frau Schreiner, 08142/ 9159

 

Second Hand Markt :

 

  Olchinger Frauentreff OFT
Hauptstr. 73
Frühling und Herbst:   Frauenkleidung
Information: 08142/ 13170
  Frauen- und Mütterzentrum FrauMütZe
Germering, Goethestr. 5: Kinder und Erwachsenenkleidung
Di 10 – 12 Uhr und Di + Do 15 – 17 Uhr
Information: 08142/ 13170

 

 ARGUS ( Arbeit Geben Umweltschutz):

 

Projekt der Humanitären Hilfe e.V. Fürstenfeldbruck
Laden: Emmering, Emmeringer Str. 21
Nähen, Herstellung und Verkauf neuer Textilprodukte aus gebrauchter Kleidung (z.B. Puppenkleider, Dinkelkissen, Sets, ...)
Information: Frau Hirt, 08141/ 25950

 

Aktion Rumpelkammer:

 

 Kath. Landjugendbewegung Adelshofen
Sammlung einmal jährlich unter Fair-Wertung-Kriterien; Erlös für gemeinnützige Zwecke
Information: Robert Sommer, 08146/ 462i           Wertstoffbörse  
Großer Wertstoffhof am Kugelfang, Fürstenfeldbruck
Kleidung, Haushaltstextilien, Schuhe, Möbel
Kostenlose Abgabe an Bürger und Bürgerinnen des Landkreises
Information: Landratsamt 08141/ 519-516

 

Alternative Sammlungen in Grafrath:

 

Sammlung für Petrifeld / Rumänien durch den Deutsch-Ungarisch-Rumänischen Verein

Hier wird mit Lastwägen rumänischer Speditionen transportiert. Diese Lastwägen transportieren Waren von Rumänien nach Bayern und nehmen bei der Rückfahrt die Sammelwaren mit. Gefahren wird immer wenn genügend Sachen zusammen gekommen sind. Gesammelt werden fast ausschließlich gut erhaltene Textilien, Kühlschränke (sonst keine Elektrogeräte, da der Strom zu teuer ist), WCs, Waschbecken, Badewannen und Geldspenden für Lebensmittel. Abgegeben werden kann das ganze jeden Donnerstag von 17 – 18 Uhr im Stadl von Herrn Huber, ehem. Bürgermeister von Grafrath (neben dem Kloster).

Weitere Informationen gibt’s bei Frau Pauline Dinkel, Grafrath, Tel: 08144/ 7109.

Bei beiden Sammlungen freuen sich die Initiatoren über jede finanzielle Beteiligung, auch kleine Beträge sind willkommen.