Einweihung der Jugendräume am 19.12.1999

 

Nach 7 Monaten Umbauarbeiten konnte der Bürgermeister Drexler die Jugendräume an die Jugendlichen übergeben. Nach einer Ansprache des BGM und des Jugendreferenten Scholz, wurde das Jugendheim eröffnet.

Im Rahmen dieser Feierstunde konnte man die Räume besichtigen und sich bei Kaffee und Kuchen stärken.

Jugendheimeinweihung

Vier A's waren das Motto der Jugendlichen im letzten halben Jahr: "Anpacken, ausräumen, ausbessern und aufräumen", so formulierte es Ferdinand Scholz, Jugendreferent der Gemeinde Kottgeisering. Am Sonntag nachmittag wurden die neuen Jugendräume im Austraghäusl des ehemaligen Hackl-Hofes an der Bäckergasse feierlich den Jugendlichen übergeben. Gut dreißig kids übernahmen die beiden Räume dann auch fast im Sturm. Die gemütliche schwarze Couch war als erstes  belegt, Bruchteile von Sekunden vorher wummerte auch schon die Stampf-Musik aus der Stereo-Anlage, dem zweit-wichtigsten Requisit im neuen Autraghäusl.

Eigentlich hatten die Jugendlichen sich das Ganze etwas spontaner, provisorischer vorgestellt, als sie im Februar dieses Jahres an den Bürgermeister mit der Bitte herangetreten waren, ihnen die Bruchbude zu überlassen, die teilweise auch Bauhof-Lager war und immer noch ist. Doch so schnell ging's  nicht. Wenn die öffentliche Hand plant, dann wollen die buckligen Wände gerade sein und die Türbreiten für die Fluchtwege ein Mindestmaß nicht unterschreiten. Und auch sonst findet natürlich die Versammlungsstättenverordnung Anwendung. Dem so entstandenen, wenig jugendgerechten Eindruck der klinisch weißen Wände und Böden haben die jungen Leute schon geholfen: Grafitti-ähnliche Gemälde zwischen Lichtschlangen machen deutlich, daß man sich doch nicht im Wartezimmer eines Sanatoriums befindet. Ein Übriges werden die Benutzungsspuren der ersten Monate tun, obwohl per Hausordung festgelegt ist, daß "einmal pro Woche eine größere Säuberung durchgeführt werden muß". Leider steht nicht da durch wen und womit, nachdem für Papierkörbe und Staubsauger noch Spender gesucht werden. Schlappe 25.000 Mark seien investiert worden, so Bürgermeister Josef Drexler, und wenn nicht die bewährte Rentner-Truppe aus Kottgeisering zusammen mit Eltern und Kindern angerückt wäre, dann hätte die Gemeinde fast nochmal so viel drauflegen müssen. Brav antwortet Matthias Genseder, einer der Funktionäre im partätisch aus Mädchen und Buben (und natürlich Elternkörper) besetzten Jugendgremium, daß es keine Silvester-Party in den neuen Räumen geben wird. Kurz vorher hat er sich mit einem nagelneuen Hammer, seine Kollegin Maria Baumgartner mit Gedicht und "G'selchtem" beim Jugenreferenten Ferdinand Scholz für seine aktive Mithilfe und Verbindungsfunktion zum Gemeinderat bedankt. Der Bürgermeister äußerte den Wunsch, daß Kottgeisering eine Ausnahme-Gemeinde in Sachen Jugend-Kultur werden möge. Damit meinte er aber nicht, daß hier die ultimativ-geilsten parties abgehen, sondern eher das Gegenteil: anders als in anderen Landkreis-Gemeinden soll es hier keine Probleme geben und "Ausflipper" durch die anderen in Schach gehalten werden. Für alle Anwesenden gab es an diesem Nachmittag Freikaffee und -kuchen. Die drei Räumlichkeiten, mit Toiletten fünf, mussten nur deswegen um ein Party-Zelt erweitert werden, nachdem auch zahlreiche Eltern der Einladung zum Tag der offenen Tür gefolgt waren.